Der Transportinkubator Neo Save IV der Firma med Care Vision erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Interhospitalverlegungen. Auch schwer kranke Früh- und Neugeborene, Säuglinge und Kinder mit schweren Herzfehlern können nun transportiert und der Therapie auf einer Kinderkardiologischen Intensivstation zugeführt werden.
- Beschreibung:
Anschaffung eines Intensivtransportinkubators zum notfallmäßigen Transport von Neugeborenen und Säuglingen, die aufgrund einer angeborenen Herzerkrankung in Lebensgefahr sind oder bei denen schwere Komplikationen zu befürchten sind, und daher in ein hochspezialisiertes Zentrum verlegt werden müssen.
Da zum Teil sehr kranke Kinder transportiert werden müssen, entspricht die Ausstattung des Transportinkubators dem eines Intensiv-Platzes auf einer neonatologischen/kinderkardiologischen Intensivstation, u.a. mit einem Inkubator, einem Beatmungsgerät, einem Absauggerät, einer Monitorüberwachungs-Anlage und lnfusionspumpen. Zudem muss der Transportinkubator flugtauglich sein, falls eine bodengebundene Verlegung aufgrund von Distanz bzw. Dringlichkeit nicht möglich ist.
Mit der Anschaffung des Transportinkubator neoSAVE IV von med care Visions wird die Grundlage für einen raschen und sicheren Einsatz geschaffen, um Frühgeborene und schwer erkrankte Neugeborene von einem Krankenhaus in eine hochspezialisierte Klinik zur lebensnotwendigen Therapie zu transportieren.
- Begründung für die Anschaffung des Geräts:
Kritisch kranke Patienten, die spezialisierte diagnostische oder therapeutische Verfahren benötigen, jedoch in einem Krankenhaus ohne diesbezügliche Ausstattung versorgt werden, müssen unter Fortführung intensivmedizinischer Maßnahmen zu dem geeigneten Zentrum transportiert werden. Solche Transporte sind herausfordernde Einsätze mit hohem Ressourcenbedarf und logistischem Aufwand, die zum einem durch ein spezialisiertes Team bewältigt werden müssen, zum anderen auch eine hochspezialisierte medizinische apparative Ausstattung benötigen.
Entsprechend sind zum einen die fachlichen Anforderungen an die medizinische Besatzung hoch, aber auch die medizinische apparative Ausstattung der Transporteinheit ist für die Versorgung vor Ort und den Transfer in unsere Klinik entscheidend. Die kleinen Patienten sollen dabei optimal mit Wärme und neuesten intensivmedizinischen Optionen behandelt werden können.
Der Transport muss aber gleichzeitig normenkonform, sicher und schonend durchgeführt werden.Meist handelt es sich um Neugeborene und Säuglinge, die in Lebensgefahr sind oder bei denen schwere Komplikationen zu befürchten sind. Daher sind zum einen die fachlichen Anforderungen an die medizinische Besatzung entsprechend hoch, aber auch die medizinische apparative Ausstattung der Transporteinheit ist für die Versorgung vor Ort und den Transfer in unsere Klinik entscheidend. Die kleinen Patienten sollen dabei optimal mit Wärme und neuesten intensivmedizinischen Optionen behandelt werden können
Das Deutsche Herzzentrum München betreibt seit über 40 Jahren gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr München den Babynotarzt, und hat hierbei überregional eine Vorreiterrolle inne. So ist es uns möglich mit entsprechender Erfahrung und Kompetenz neonatale Intensivtransporte insbesondere herzkranker Säuglinge auf dem Land- und auch Luftweg durchzuführen.
Mit der Anschaffung des Transportinkubator neoSAVE IV von med care Visions wird die Grundlage für einen raschen und sicheren Einsatz geschaffen um Frühgeborene und schwer erkrankte Neugeborene von einem Krankenhaus in eine hochspezialisierte Klinik zur lebensnotwendigen Therapie zu transportieren.
Der Transportinkubator neoSAVE IV bietet mit seinem modularen Aufbau aus Fahrgestell, der Universal-Plattform und dem Inkubator hervorragende Eigenschaften für die Lagerung, die Überwachung und die Therapie von Früh-/Neugeborenen und Säuglingen auf intensivmedizinischem Niveau.
Neben dem reinen Inkubatortransport kann das System mit umfangreicher Medizintechnik ausgestattet werden, wie z.B. neonatologischem Beatmungsgerät, Überwachungsmonitor, Spritzen- oder Infusionspumpen und Absaugeinheit. Es ist geplant, das modulare Aufbausystem des Systems zu nutzen um auch eine transportable ECMO (extracorporale Membranoxygenierung) optional mitführen und einsetzen zu können, um diese lebenserhaltende Therapie auch vor Ort anbieten zu können.
Flexibilität bedeutet auch den veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden – Transportinkubatoren sind üblicherweise bis 7kg Körpergewicht des Säuglings zugelassen. Für größere Säuglinge ist kein Platz. Die Transportlösung neoSAVE® IV ist optional mit einer ISOFIX Halterung ausgestattet und ermöglicht den Austausch des Transportinkubators durch einen zugelassenen Kindersitz, womit uns ermöglicht wird unser Transportspektrum zu erweitern und auch ältere herzkranke Kinder zu transportieren und der Therapie im Herzzentrum zukommen zu lassen.
Als Transportinkubatormodul klein, kompakt und mit hochwertiger Funktionalität ausgestattet, ermöglicht er wie auf einer Intensivstation, die optimale Betreuung von Säuglingen auf dem Transport. Es kann von beiden Seiten am Kind gearbeitet werden –
4 Durchgreiföffnungen lassen einen Arbeitsstil wie auf der Intensivstation zu.
Die große vollständig herunterklappbare Frontscheibe gibt den vollumfänglichen Zugriff auf das Kind in Sekunden frei. Die restliche Haube lässt sich nach hinten klappen sodass auch von oben am Säugling gearbeitet werden kann.
Die Liegefläche des Inkubators lässt sich nach vorne herausziehen – beidseitig ermöglichen große Schlauchdurchführungsports die diskonnektionsfreie Umlagerung des Säuglings.
Es ist geplant, den voll aufgerüsteten und einsatzfähigen Transportinkubator direkt am Hubschrauberlandeplatz des DHM zu stationieren.
So kann bei entsprechendem Meldebild das Team des Deutschen Herzzentrums mitsamt Equipment in kürzester Zeit mittels Rettungshubschrauber zu dem medizinischen Notfall gelangen. Lange Vorlaufzeiten, mangelnde oder fehlende Verfügbarkeiten von Rettungsmitteln können somit umgangen und lebenswichtige Zeit gewonnen werden. Verzögerungen in der Behandlung des Herzfehlers bis hin zu einer fehlenden Therapieoption werden vermieden werden, das Outcome und die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten steigen.
Die Anschaffung eines eigenen Transportinkubators stellt daher eine Verbesserung in der Durchführung von Interhospitaltransporten dar und optimiert nicht nur die Behandlungsvoraussetzungen schwerstkranker Patienten mit angeborenen Herzfehlern.
Darüber hinaus sind weitere Forschungsprojekte bei spezifischen Herzfehlern geplant.
3. Begründung, weshalb die Finanzierung des Ausstattungsgegenstandes nicht von der Einrichtung übernommen wird:
Eine Vorhaltung eines Instensivtransportinkubators ist bisher kein verpflichtendes Ausstattungsmerkmal einer kinderkardiologisch-kinderherzchirurgischen Einrichtung gemäß der Richtlinie Kinderherzchirurgie des Gemeinsamen Bundesausschusses (https://www.g-ba.de/richtlinien/71) und wurde daher nicht vom Haus zur Verfügung gestellt

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